Monat: April 2022

Mai/ Juni 1874: Geldnöte

Zwar hat Ludwig II. den Bau von „Wahnfried“ mit 25.000 Talern unterstützt, aber dennoch entwickeln sich die Kosten so rasant, dass die „Häufung der Ausgaben“ vor allem für Cosima Grund für zunehmende Sorge ist. Zwar findet Wagner die ständige Steigerung der Kosten „sehr unangenehm“ (26.05.). Aber er denkt hier sehr pragmatisch: Wenn er nur lange […]

Mai 1874 – Im neuen Haus

Der Einzug ist für Wagner eine bedeutsame Zäsur – auch im Hinblick auf seine Beziehung zu Cosima. Endlich ist der repräsentative Rahmen gefunden, die (groß-) bürgerliche „Traulichkeit“ nach der „merkwürdigen Zeit (…) in welcher wir Tribschen wählten – alles ein Auf- und Niederwallen, ein Krampf“. Ein „furchtbarer Wille“ haben gewaltet, der die Liebe der beiden […]

Mai 1874 – Wahnfried

Cosima hat schon länger darauf gedrängt, dass R. das Haus „tauft“. Inspiriert von dem Ort „Wanfried“ in Hessen wird zunächst der Name „Wahnfriedheim“ festgelegt – der Sinn dieses Namens soll nach Goethes Gedicht „nur zu dem Weisen“ sprechen. Vier Tage später wird der Namen dann zu „Wahnfried“ geändert.

April 1874 – Ostern und Pessach

Am Gründonnerstag (03.04.) ärgert sich Wagner darüber, dass die Bayreuther Juden „in geputzten Kleidern einhergehen, weil es ihr Osterfest ist“. An den christlichen Trauertagen würde dadurch das „Volksgefühl“ gekränkt und wenn er einmal „Stadtverordneter“ wäre, würde er sich „das Maul daran verbrennen“. Das Ganze sei ein „Überbleibsel“ der Auffassung Lessings, dass alle Religionen gut seien […]

28. April 1874 – Einzug

Nachdem Cosima schon am 01. April 1874 einen Tagebucheintrag in Wagners Arbeitszimmer (ausnahmsweise „mit blauer Tinte“) geschrieben hat, erfolgt am 28.April der Einzug in das neue Haus. „Es ist nicht fertig, weit davon, aber wir erzwingen es“. Nachts dann steht Richard mit Cosima auf dem Balkon, sieht auf die bereits fertig gestellte Gruft und gibt […]